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Atme dich glücklich!

Einfach mal tief durchatmen! – Kommt Ihnen dieser simple Ratschlag bekannt vor? Wir raten anderen, eine kleine Pause einzulegen und wissen auch für uns selbst, dass ein einziger tiefer Atemzug helfen kann, uns in unsere Mitte zurück zu bringen. Und zwar immer dann, wenn uns der Alltag mal wieder überrollt, wir uns gestresst fühlen oder nach einer Lösung eines Problems suchen.

Und dennoch: Was so einfach und naheliegend ist, gerät auch schnell in Vergessenheit. Deshalb werden wir in Yogastunden von unseren Lehrern wohl auch so oft an unseren Atem erinnert. Zwar atmen wir ganz automatisch durchschnittlich 15 Mal pro Minute ein und aus, bringen wir jedoch Bewusstheit in unsere Atmung, bekommt sie noch eine ganz andere Qualität, von der sowohl unser Körper als auch unser Geist profitiert.

Auf dem achtgliedrigen Pfad des Yoga nach Patañjali finden wir das bewusste Atmen nach den Yamas, Niyamas und Asanas an vierter Stelle. „Pranayama“ bezeichnet das Zusammenführen von Körper und Geist durch Atemübungen. Während „Prana“ für unsere Lebensenergie steht, wird „Ayama“ mit „kontrollieren“ oder „erweitern“ übersetzt. Mit Konzentration und bewusst ausgeführten Atemtechniken können wir also ebenso wie mit Meditations- und Entspannungsübungen die Prozesse unseres Bewusstseins steuern.

Ohne die Schulung unseres Atems sind wir uns den gewohnheitsmäßigen Mustern oft gar nicht bewusst: Wir atmen kürzer und flacher, wenn wir Angst haben oder unter Anspannung stehen. Wenn wir erschrecken, halten wir unwillkürlich den Atem an und uns „bleibt die Luft weg“. Wir holen tief Luft, wenn wir eine schwierige Aufgabe vor uns haben und wir seufzen beim Ausatmen, weil wir von einer guten Nachricht erleichtert sind. Daran wird deutlich, dass die kontinuierliche Leistung unserer Lungen direkt mit unseren Emotionen und unserer Psyche in Verbindung steht.

So kann Pranayama nicht nur als älteste Form der Atemtherapie gesehen werden, sondern auch als essenzielles Verbindungsglied zwischen körperlichen und geistigen Prozessen. Beim Yoga sind wir angehalten, der Atmung Priorität einzuräumen und die Bewegung folgen zu lassen. Mit Hilfe unserer Atmung lernen wir, die Aufmerksamkeit zu verschiedenen Körperregionen zu lenken. Was wäre unsere Asana-Praxis ohne bewusste Atmung? Vermutlich nicht viel mehr als ein paar Turnübungen auf einer Matte.

Auch beim ganzheitlichen Retreat-Angebot von YOGAdelight spielt Pranayama eine wesentliche Rolle – ob bei der Asana-Praxis, Meditation, bei Entspannungstechniken oder beim Achtsamkeitstraining. An den schönsten Kraftplätzen in der Natur macht es gleich noch mehr Freude, einen tiefen, bewussten Atemzug zu nehmen.

Zwischen der Vorfreude auf bevorstehende Yoga-Events und den Herausforderungen des Alltags: Vergessen Sie nicht innezuhalten und sich eine bewusste Atempause zu gönnen! Denn wie heißt es so schön: Inhale. Exhale. Repeat.

Herzlichst,

Ihre Claudia Müller-Ostenried & das YOGAdelight-Team

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