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Rückzug ins Innere

Welchen Dingen haben Sie heute Beachtung geschenkt? Was hat Ihre Aufmerksamkeit erhascht? Vermutlich suchen Sie die Antwort gerade in äußeren Aktivitäten und nicht in Ihrem Inneren. Ertappt?

Halb so schlimm, denn im heutigen Newsletter widmen wir uns der fünften Disziplin auf dem achtgliedrigen Pfad des Yoga nach Patañjali: Pratayãhãra beschreibt die Beherrschung der Sinneswahrnehmung. Während Ãhãra übersetzt „Nahrung“ bedeutet, versteht man unter Pratayãhãra den bewussten Rückzug der Sinne. Mit Pratayãhãra richten wir also unsere gesamte Aufmerksamkeit nach innen und nicht länger auf ein Objekt. Natürlich existieren die Gegenstände weiterhin, doch der Geist bleibt davon unberührt. Die Sinne ruhen und werden nicht mehr von außen genährt.

Als Verbindungsglied zwischen dem Äußeren und dem Inneren hat Pratayãhãra mehr Beachtung verdient, als der fünften Ebene auf dem achtgliedrigen Pfad tatsächlich zukommt. Es ist kein Zufall, dass wir auf der vierten Stufe auf Pranayama treffen: Die bewusste Atmung ist nämlich die Voraussetzung, dass der Übergang vom Körperlichen zum Geistigen gelingt und wir unsere Sinne und Gedanken ordnen und zur Ruhe bringen können.

In der heutigen Zeit sind wir so stark nach außen orientiert, dass die bewusste Innenschau zu einer großen Herausforderung werden kann. Manche unserer fünf Sinne lassen sich leichter beeinflussen als andere. Wir können beispielsweise relativ einfach die Augen schließen, um die nach außen gerichtete Wahrnehmung zu unterbrechen und in uns selbst hineinzublicken. Mit dem Hören gestaltet sich die Sache allerdings schon schwieriger, denn wir können unsere Ohren bekanntlich nicht einfach zuklappen. Wollen wir Pratayãhãra erreichen, dann ist in jedem Fall Geduld und Disziplin gefragt.

Unsere von den Medien geprägte Kultur überrollt uns via Fernsehen, Internet oder Zeitungen täglich mit einer Fülle an Informationen. Wir werden kontinuierlich mit Farben, Geräuschen und Emotionen konfrontiert. Unsere Sinne sind zwar dafür gemacht, das alles aufzunehmen und doch müssen wir achtsam und wählerisch sein, damit unser Geist nicht von zu starken Reizen getrübt wird. Bei der ehrlichen Selbstbeobachtung werden wir feststellen, dass wir oftmals Ablenkung in Form von wahllos konsumierten Sinneseindrücken suchen, um uns nicht mit der unbequemen Innenwelt beschäftigen zu müssen.

Sind wir allerdings bereit, uns dem inneren Wachstum zuzuwenden, gibt es einfache Mittel und Wege, sich der permanenten Reizüberflutung zu entziehen. So können wir unseren Geist reinigen, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf monotone Sinneseindrücke richten – einen See, den Horizont oder den blauen Himmel betrachten, die Stille der Berge und das Zwitschern der Vögel wahrnehmen. Auch der zeitweilige Rückzug aus den Alltagspflichten wirkt einer Überreizung entgegen. Je weniger wir uns den Verführungen der sinnlichen Welt aussetzen, umso besser können wir unsere höheren Lebensziele verfolgen.

Das ganzheitliche Angebot von YOGAdelight trägt bestens zur Entfaltung von Pratayãhãra bei: Die Retreats, die an ausgewählten Kraftorten in der Natur ausgetragen werden, helfen dabei, Abstand von den Reizen des Alltags zu gewinnen und die geistige Entwicklung mit spirituellen Praktiken, wie Yoga, Meditation und Achtsamkeitstraining zu fördern.

Der Geist ist willig, aber der Körper ist schwach? Überlisten Sie doch einfach Ihr Ego, das sich nur allzu gerne an gewohnten, äußeren Reizen festklammert. Wagen Sie die spannende Reise in Ihr Inneres! Ich verspreche Ihnen: Sie werden es nicht bereuen!

Herzlichst,

Ihre Claudia Müller-Ostenried & das YOGAdelight-Team

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