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Stille bedeutet nicht Stillstand

Stille bedeutet nicht Stillstand

Noch immer befinden wir uns in turbulenten und ungewissen Zeiten. Auch wenn wir nach und nach wieder in unser gewohntes Leben zurückfinden, erleben wir täglich Situationen, die uns aus unserer Komfortzone befördern. Nachrichten von aktuellen Ereignissen aus aller Welt stellen bisherige Konstrukte und Realitäten in Frage sowie unser Denken und Handeln auf den Kopf.

Wir befinden uns in einer Phase, die von drastischen Umbrüchen geprägt ist. Vermutlich spüren wir alle sehr gut, dass gerade etwas aufbricht und dass wir an bisherigen Strukturen nicht mehr festhalten können. Ist das ein angenehmer Prozess? Nicht unbedingt. Und das, obwohl wir wissen, dass er notwendig ist.

Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, in bewährten Mustern zu denken, die vor wenigen Monaten noch Gültigkeit hatten: Wohin geht der Weg? Welche Entscheidungen muss ich als nächstes treffen? Welche Pläne möchte ich verwirklichen? Welche Ziele gilt es zu erreichen?

Doch ist es nicht so, dass wir uns in dieser Zeit der Veränderung ganz andere Fragen stellen müssen? Oder noch besser: keine Fragen zu stellen, weil es im Moment ohnehin keine zufriedenstellenden Antworten geben kann. Sie stimmen mir bestimmt zu, dass es eine der schwierigsten Übungen ist, einfach NICHTS zu tun. Keine neuen Pläne zu schmieden und auch nicht erwartungsvoll auf die nächste Etappe zu blicken.
 

Die Innenwelt stärken

Doch wissen Sie was: Wir haben alle Hände voll zu tun! Wir sind keineswegs tatenlos, wenn wir innehalten! Ganz im Gegenteil: Wir können jetzt die Chance ergreifen, unsere innere Arbeit zu machen. Wir können jetzt damit beginnen, das bereits Gelernte – auf und abseits der Yogamatte – abzurufen und anzuwenden. Wir sind jetzt gefragt, die Atemübungen oder Achtsamkeitstechniken, die wir vielleicht bei einer Yogastunde oder einem Retreat kennengelernt haben, zu wiederholen. Nie war es wichtiger regelmäßig Yoga zu praktizieren, zu meditieren und den Geist zur Ruhe zu bringen.

Die äußere Welt ist ein Spiegel unserer inneren Welt. Wir müssen kleine Veränderungen in uns selbst initiieren, um auch im Großen etwas beitragen zu können. Wahrnehmen, beobachten, nach innen schauen – das sind die stillen Qualitäten, die jetzt gepflegt werden wollen. Ja, es fällt uns allen wohl keinesfalls leicht, diesen inneren Schalter umzulegen, aber gemeinsam sollten wir es versuchen. Und das am besten täglich. Für ein paar Momente einfach mal die Augen zu schließen und dem eigenen Atem zu lauschen, wäre schon ein guter Anfang!

Der Sommer 2020 wird uns nachhaltig in Erinnerung bleiben. Es könnte ein besonderer Sommer werden, in dem wir ausnahmsweise nicht ausgelassen nach außen schauen, sondern den Rückzug pflegen, Langsamkeit und Achtsamkeit üben. Wir könnten den Herbst so erleben, wie wir ihn noch nie erlebt haben – gestärkt, geerdet und mit uns selbst im Reinen.

Ich wage es, mir vorzustellen, wie wir uns bei einem der YOGAdelight Herbst/Winter Retreats begegnen. Wie wir diese Auszeit mit einer klaren Intention, mit Vertrauen und innerer Zufriedenheit erleben. Wie wir mit neuer Wertschätzung und Dankbarkeit mutig werden, noch tiefer zu gehen. Wie wir unser Sein noch intensiver wahrnehmen.

Vielleicht blicken wir 2021 – ein Jahr, das nun gar nicht mehr so weit weg erscheint – bei einem unserer Neujahrs-Retreats auf das Alte zurück. Stolz, weil wir die Herausforderungen angenommen und gemeistert haben. Erleichtert, weil wir die notwendige Arbeit getan haben und das Licht am Ende des Tunnels immer sichtbarer wird.

Ich lade Sie dazu ein – jetzt in diesem Moment – die Augen kurz zu schließen, ganz still zu werden und das Gefühl von Ruhe, Vertrauen und Dankbarkeit auf sich wirken zu lassen. Nehmen Sie es mit und lassen Sie sich die kommenden Wochen davon begleiten!

Herzlichst, Ihre Claudia Müller-Ostenried & das YOGAdelight-Team

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