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Yoga & Fasten - Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Heute wird es persönlich! Und der Inhalt dieses Blogs ist etwas anders, als Sie es vielleicht gewohnt sind. Und darum geht es auch: Wollen wir unseren Körper und Geist erfrischen, müssen wir eingefahrene Gewohnheiten durchbrechen!

Genau dieses Experiment habe ich gewagt. Und so möchte ich Ihnen heute aus erster Hand von meinen Fasten-Erfahrungen berichten, die ich beim 1. Offline-Retreat im Naturhotel Tannerhof, einem unserer wunderbaren YOGAdelight-Kraftorte, gewonnen habe. Da ich dieses Retreat persönlich begleitet und unterrichtet habe, habe ich mich bereits vier Tage zuvor vorbereitet: Begonnen habe ich mit viel Ruhe und reduziertem Essen, es folgten Glaubersalz zur Darmentleerung sowie Gemüsebrühe und Buttermilch, begleitet von Tee, Säften und Ingwerwasser an den darauffolgenden Tagen.

So habe ich mich in aller Ruhe auf das eingestimmt, was auch die Retreat-Teilnehmer zu erwarten hatten: ganzheitliches Fasten. Gefastet wurde nach Dr. Otto Buchinger, der Begründer des heutigen Heilfastens. Diese Methode stützt sich auf 7 Säulen, zu der neben einer entgiftenden Ernährung auch Faktoren wie Entspannung, die Wendung nach innen, Hilfsmethoden wie Massagen und Atemtherapie sowie körperliche Aktivitäten zählen. Ich persönlich bin ein großer Fan von diesem Ansatz, der die ideale Basis für unser Offline-Retreat legte, bei dem auch Smartphone und digitale Medien Pause haben sollten.

Eine wichtige Einsicht konnte ich schon vor dem Retreat gewinnen: Nicht der Körper möchte essen, sondern der Kopf! So war ich noch in München, um ein paar Dinge zu besorgen und alles, was ich sah, waren essende Menschen. Aufkommende Hungergefühle ließen sich mit viel Wasser trinken aber schnell wieder besänftigen. Der erste Retreattag war bereits mein 4. Fastentag und so habe ich 4 weitere Tage mit der Gruppe mitgefastet.

Fasten für einen erholsamen Schlaf und eine gelassene Haltung

Während der Fastentage habe ich immer wieder mal Schwäche gespürt, vor allem wenn es beim täglichen Spaziergang bergauf ging. Die Bewegung ist beim Fasten allerdings sehr wichtig, da man sonst schnell an Muskelmasse verliert. Auch den einen oder anderen leichten Schwindel habe ich zum Beispiel nach Verlassen der Sauna bemerkt. Hungergefühle kamen auf, als ich einen Vortrag und einen Kulturevent während des Retreats im Tannerhof besucht habe. Mein Fazit: Jede Ablenkung sollte vermieden werden, denn es wird dadurch schwieriger, wieder seinen Fokus zu finden!

Was den Schlaf betrifft, bin ich in den ersten Nächten immer wieder kurz aufgewacht, später kamen intensive Träume dazu. In den letzten Nächten war mein Schlaf dann tief, fest und sehr erholsam, so dass ich bereits einige Zeit vor dem Klingeln des Weckers von selbst aufgewacht bin.

In emotionaler Hinsicht wurde ich von Tag zu Tag ruhiger, achtsamer und besser gelaunt, mit viel Verständnis und Empathie für die Menschen um mich herum. Meine größten Schwachpunkte – Ungeduld und inneres Aufbrausen – waren komplett verschwunden. So in mir selbst zu ruhen, war ein sehr schönes, berührendes Gefühl, das sich auch positiv auf meinen Unterricht in der Gruppe ausgewirkt hat.

Am 8. Tag habe ich das Fasten sanft beendet – mit einem Apfel mittags und einer Gemüsesuppe abends. Es folgten die sogenannten Aufbautage mit leichter, fester Nahrung, wie Obst, Joghurt oder gedünstetem Gemüse. Wir haben gelernt, jeden Bissen 30 Mal zu kauen. So stellt sich das Sättigungsgefühl früher ein und man isst weniger – definitiv etwas, das ich in meinen Alltag integrieren werde. Das Geschmacksempfinden nach dem Fasten ist ein völlig neues. Man schmeckt alles intensiver und fühlt sich wie im Schlaraffenland während die Energie wieder mit voller Kraft zurückkommt!

Den Verzicht auf Smartphones und digitalen Medien (Die Handys der Teilnehmer wurden eingesammelt und während des Retreats verwahrt) empfanden die Teilnehmer als sehr bereichernd. Die gewonnene Zeit konnten sie nun sinnvoller einsetzen – für Gespräche, um ein Buch zu lesen oder in die Natur zu gehen.

Tolle Erfahrungen machen und neue Gewohnheiten etablieren

Das gemeinsame Fasten in der Gruppe, die zahlreichen Yoga- und Mediationseinheiten und die wertvollen Gespräche sind Erfahrungen, für die ich unendlich dankbar bin. Ich freue mich daher schon jetzt auf die zukünftigen Offline-Retreats im Tannerhof!   Weitere Retreatdaten finden Sie hier

Derzeit genieße ich noch die positiven Nachwirkungen unseres Fasten-Retreats: mein tiefer Schlaf, meine neu gewonnenen Energien, ein leichteres Körpergefühl, mehr Gleichmut und der Fokus, mit dem ich meine Alltagspflichten der Reihe nach erledige. Morgens greife ich nun nicht gleich zum Handy, um meine Mails zu checken, sondern trinke zuerst mein Ingwerwasser und mache Frühstück. Erst danach beginnt offiziell mein Arbeitstag! Es sind eben die Kleinigkeiten, die große Veränderungen bewirken können!

Ich hoffe, ich konnte Sie mit meinen Fasten-Erfahrungen dazu inspirieren, so manche Gewohnheit zu überdenken. Ich verspreche Ihnen: Auch wenn es Hürden zu meistern gilt, macht sich auf jeden Fall bezahlt, etwas Neues zu wagen! Vielleicht treffen wir uns ja beim nächsten Offline-Retreat. Oder Sie stöbern einfach in den kommenden YOGAdelight-Retreats, die so vielfältig sind, dass mit Sicherheit auch für Sie etwas Passendes dabei ist.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe Ostern!

Herzlichst, Ihre Claudia Müller-Ostenried & das YOGAdelight-Team

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